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Geschichte

Anfänge

Mit der Gründung der "privaten gehobenen Elementarschule" am 3. Januar 1865 begann die Geschichte der Heinrich-Kölver-Realschule. Damals gab es nur eine Klasse mit 26 Kindern, 15 Jungen und 11 Mädchen. Das Kollegium war recht klein und bestand lediglich aus dem Lehrer Grimm, Pfarrer Plümacher und dem Hilfsprediger Pliester. 1868 wurde die Schule zur "Rektoratsschule" und der damalige Nevigeser Ernst Vohwinkel schenkte der Schule ein Jahr später ein "für den Zweck einer Rektoratsschule" eingerichtetes Haus in der Gartenstraße Nr. 4.  1894 zog die Schule in das zuvor von der ev. Volksschule genutzte Schulhaus an der Wilhelmstraße.  1898 beendete die Schule den Status einer Privatschule und wurde zur "öffentlichen Lehreranstalt" der bürgerlichen Gemeinde, um dadurch das Fortbestehen zu sichern.
Herr Kölver

1910 übernahm der Mittelschullehrer Heinrich Kölver (Bild) aus Duisburg die Leitung der Schule.

1914 -1918(1.Weltkrieg): der Schulbetrieb wurde durch Einberufungen der Lehrer zum Militärdienst beeinträchtigt.

1918 -1924 kamen die Nachkriegsjahre mit großer wirtschaftlicher Not. Unterernährte und kranke Schulkinder wurden zur Erholung geschickt und ein Klassenraum wurde nach dem Einmarsch französischer Besatzungstruppen 1923 zeitweise durch das Militär beansprucht.

Krisen

Im Herbst 1925 brach eine schwere Typhusepidemie in Neviges aus, von der auch die Schule stark betroffen war. 1926 stand die Schule vor der Schließung, da nur 10 Schüler an der Schule angemeldet wurden. 1929 - im Jahr der Weltwirtschaftskrise hatte die Schule einen Tiefstand bei den Schülerzahlen: 8 Kinder in Klasse 1, 8 Kinder in Klasse 2, 9 Kinder in Klasse 3 und 10 Kinder in Klasse 4. 1935 gab es einen erneuten Schwund der Schülerzahlen, da viele Eltern das Schulgeld nicht mehr aufbringen konnten.
  Im 2. Weltkrieg (1939-1945) setzten ab 1943 Fliegerangriffe dem Schulbetrieb arg zu. Ein Teil der Schüler der letzten Klassen wurde zur Flugabwehr (FLAK) eingezogen und ein anderer Teil wurde zu Schanzarbeiten an die holländische Grenze abkommandiert. Anfang 1945 forderte Artilleriebeschuss auf Neviges 68 Todesopfer, darunter auch eine Schülerin der Schule. Am 16.4.1945 zogen amerikanische Truppen in Neviges ein. Am 22.10.1945 wurde der Unterricht der Schule wieder aufgenommen und aus der "Hauptschule" wurde wieder die "Mittelschule".1946 ging Schuldirektor Heinrich Kölver in den Ruhestand.

Neuzeit

Der Rat der Stadt Neviges beschloss 1955 den Neubau einer zweiklassigen (2-zügigen) Realschule. 1965 bekommt die Schule per Ratsbeschluss den Namen "Heinrich-Kölver-Schule, Städt. Realschule Neviges". 1969 wird die neue Aula mit Fachräumen für Physik, Chemie und einer Küche in Betrieb genommen. Die neuen Gebäude sind zwar für eine 2-zügige Schule gedacht, die Schule ist aber inzwischen 3-zügig. 1974 wird Ruth Dirkmann Nachfolgerin des ausgeschiedenen Schulleiters H. Scherer.  Auf dem Schulgelände wurden 3 Leichtpavillons für je 2 Klassen aufgestellt.
Die Realschuldirektorin Ruth Dirkmann scheidet 1984 wegen einer schweren Krankheit aus dem Dienst aus. Ihr Nachfolger wird Hans-Dieter Seitz aus Velbert. Die Schule wird mit inzwischen  703 Schülern 3-4zügig und platzt aus allen Nähten.1993 ziehen die Klassen 5 und 6 aus den inzwischen baufälligen Behelfsklassenräumen in einen Neubau neben dem Hauptgebäude um. Im Jahr 2000 ist die Heinrich-Kölver-Realschule wieder 3-zügig und wird von 534 Schülerinnen und Schülern besucht. Nach 16 Jahren erfolgreicher Tätigkeit als Schulleiter scheidet Hans-Dieter Seitz aus dem Dienst aus. Peter Gembach - seit 1990 Konrektor an der HKS - wird neuer Schulleiter.
  Die in 2002 vereinbarte Lernkooperation mit der Firma Schulte-Schlagbaum AG leitet eine neue Phase der Öffnung der Realschule ein.  Betriebserkundungen, Praktika, Bewerbertraining u.v.m. bereichern das Schulleben der HKS.                                                                                                          
Im Juli 2013 wird Peter Gembach in den Ruhestand verabschiedet. Er hat die HKS als freundliche Schule entscheidend mitgeprägt und hat sich zu Recht einen Stern auf dem "HKS-walk of fame" verdient.

Seit Anfang 2014 ist Uwe Heidelberg neuer Schulleiter. Er baut den musikalischen Schwerpunkt der "freundlichen Schule" weiter aus.

Im Januar 2015 fällt die Entscheidung: Die Heinrich-Kölver-Schule läuft aus. Also: keine neuen Fünftklässler in diesem Jahr!