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Schulsanitätsdienst

"Sanitätsdienst bitte, Sanitätsdienst bitte!"

Durchsage während der 2. Stunde von Frau Kallscheuer, unserer Sekretärin. Alle Schüler/innen der HKS schrecken auf - ob aus den Gedanken oder aus dem Schlaf gerissen, sei dahin gestellt - doch nach dieser kurzen Unterbrechung geht der Unterricht sofort weiter. Wahrscheinlich ist etwas im Sportunterricht passiert. Jemand hat eine blutende Nase oder einen verstauchten Knöchel. Kein Problem, schließlich haben wir an unserer Schule einen Sanitätsdienst, der sich freut, in Aktion treten zu können.

Jedes Jahr ereignen sich mehr als eine Million Schulunfälle. Um die Sicherheit an unserer Schule zu verbessern, haben Frau Weidenbruch und Frau Müther in Zusammenarbeit mit dem Jugendrotkreuz einen Schulsanitätsdienst ins Leben gerufen. Im Falle eine (Un)-Falles sind zurzeit 19 Schüler und Schülerinnen bereit, sofort Erste Hilfe zu leisten.Vorbereitet werden sie durch eine fundierte Erste-Hilfe-Ausbildung in unserer Schule. Ab dem Schuljahr 2002/03 wird diese Ausbildung als Wahlpflichtfach und freiwillige Arbeitsgemeinschaft einjährig angeboten. Besichtigungen der Feuerwehr und der Rettungsleitstelle runden das Erste-Hilfe-Programm ab. Nach der Ausbildung sind unsere Schüler in der Lage, in Unfallsituationen auch wirklich helfen zu können, keine Angst mehr vor Notfällen zu haben, verantwortungsbewusst und selbstständig zu handeln. Sie übernehmen die Erstversorgung eines Mitschülers / einer Mitschülerin bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Rettungsdienst eintrifft.

Sebastian und Sandra melden sich nach dem Aufruf bei dem unterrichtenden Lehrer: "Wir haben heute Dienst, können wir mal eben gehen?" Kein Problem. Die beiden beeilen sich, in den Schulsaniraum zu kommen. Dort liegt eine verletzte Schülerin aus der 5. Klasse. Sie ist im Sportunterricht auf den Arm gefallen. Ein Bruch? Der Arm wird ruhig gestellt, die Eltern werden benachrichtigt, das Kind wird getröstet. "Alles halb so schlimm. Du kommst gleich zum Arzt, der kann das erst mal röntgen." Noch schnell ein Formular besorgt, das die Schülerin mit zum Arzt nehmen muss und schon ist die Mutter da, die den Transport der Tochter selbst übernehmen will. Alles geregelt. Sebastian und Sandra gehen wieder in den Unterricht. Alltag.