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Pädagogische Ziele

Förderung sozialer Kompetenzen

Toleranz im Umgang miteinander und Schaffung eines freundlichen sozialen Klimas im Schulalltag

Seit Jahren beobachtet die aufmerksame Öffentlichkeit eine Veränderung des sozialen Klimas an den Schulen. An die Stelle eines freundlichen und offenen Miteinanders der Schüler/innen treten zunehmend ichbezogenes Verhalten, Ruppigkeit und Gewaltbereitschaft, die sich nicht nur in körperlicher Aggressivität zeigt, sondern im Schulalltag der HKS häufiger in verbalen Attacken, im sogenannten Mobbing, in Demütigung und in Bedrohung von Mitschüler/innen , also in der Anwendung psychischer Gewalt, sichtbar wird.

Lehrer/innen, Schüler/innen und Eltern betrachten es daher als vorrangige Aufgabe, eine soziale Struktur des freundschaftlichen, zumindest aber friedlichen und respektvollen Umgangs miteinander bei allen Gelegenheiten und mit den geeigneten Methoden zu fördern. Konflikte gehören naturgemäß mit zum Schulalltag. Wesentlich für die Qualität des Miteinanders ist jedoch die Art und Weise, in der Meinungs- und Interessenkonflikte untereinander ausgetragen werden. Wir betrachten es als eine unserer vordringlichsten Aufgaben, Wege einer sozialverträglichen und menschenwürdigen Konfliktaustragung bzw. -schlichtung aufzuzeigen und zu pflegen. Lehrer/innen und Eltern müssen sich ihrer Vorbildrolle bewusst sein und dies in ihrem Handeln zum Ausdruck bringen.

Die Verwirklichung der o.g. Leitziele bildet die Basis für die Umsetzung des Lernziels produktiver Zusammenarbeit der Lehrer und der Schüler in Teams. Teamfähigkeit ist eine Schlüsselqualifikation, die im modernen Berufs- und Arbeitsleben besonders wichtig ist. Darauf weisen z. B. die Wirtschaftsverbände immer wieder hin. Die zu lösenden Aufgaben werden zunehmend komplizierter und sind somit immer seltener von einzelnen zu bewältigen. Nicht mehr der Einzelkämpfer ist gefragt, sondern derjenige, der seine Fähigkeiten und Fertigkeiten in ein gemeinsames Projekt einbringen kann. Wir betrachten es als besonders wichtig, diese Qualifikation im Schulalltag - sowohl bei den Schüler/innen, als auch im Kollegium - systematisch zu fördern.

 

Übernahme von Verantwortung für sich und andere

In unserer Gesellschaft lässt sich ein deutlicher Trend zur Individualisierung erkennen. Dieser Trend ist einerseits zu begrüßen, weil er den einzelnen ein hohes Maß an persönlicher Entfaltung und an individueller Freiheit ermöglicht. Negative Kehrseite dieser Entwicklung ist jedoch ein stärkerer Egozentrismus, der das Zusammenleben in Gruppen und ein gemeinsames Handeln sehr erschwert. Es wächst die Bereitschaft, sich über gemeinschaftliche Regeln und Ansprüche zugunsten eigener Vorteile hinwegzusetzen ohne Rücksicht auf die berechtigten Belange Dritter.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch im Schulalltag wider. So sind z.B. Fälle von Mobbing gegenüber Mitschüler/innen oder erhebliche Verstöße gegen geltende gesetzliche Regeln oder die Schulordnung nicht selten, wenn auch an unserer Schule noch nicht an der Tagesordnung. Das Leitziel „Übernahme von Verantwortung" beabsichtigt, eine solche Entwicklung mit geeigneten pädagogischen Maßnahmen einzugrenzen, indem unsere Schüler/innen auf vielfältige Weise und von Beginn an lernen, sich rücksichtsvoll und einfühlsam gegenüber den anderen am Schulleben Beteiligten zu verhalten.

Diese Intention steht damit in enger Verbindung zu den Leitzielen Toleranz, freundlicher Umgang und Teamfähigkeit.

Das Ziel „Verantwortung übernehmen" beinhaltet darüber hinaus die Absicht, junge Menschen anzuleiten, für sich selbst, z.B. ihren schulischen Erfolg und ihre Gesundheit verantwortlich zu handeln. Die Vielfalt der Zerstreuungsmöglichkeiten in einer Mediengesellschaft, die finanziellen Möglichkeiten vieler Jugendlicher und der immer größere persönliche Frei- und Entscheidungsspielraum der Minderjährigen eröffnen immer vielfältigere Zerstreuungs- und Fluchtmöglichkeiten, die eine positive Entwicklung ihrer Persönlichkeit negativ beeinträchtigen oder gar zerstören können. Kontrolle und Verbote allein sind keine befriedigenden Erziehungsmittel. Übernahme von Eigenverantwortung ist mehr denn je Bedingung für die positive Entwicklung junger Menschen.

Zur Erreichung dieses Zieles ist eine vertrauensvolle Zusammenarbeit von Schüler/innen, Lehrer/innen und Eltern/Erziehungsberechtigten ganz besonders notwendig.

 

Zuverlässigkeit

Übernahme von Verantwortung und Verlässlichkeit gehören eng zusammen. Ein menschlich befriedigendes Miteinander und die Erfüllung gemeinsamer Aufgaben können nur gelingen, wenn man sich auf die Mitwirkungsbereitschaft der einzelnen verlassen kann.

 

Förderung individueller Qualitäten

Selbständiges Lernen und Arbeiten

Das gesellschaftliche Leben verändert sich im Zeitalter der Globalisierung so rasant und fundamental wie nie zuvor. Mediale Vielfalt und damit die Menge der zu verarbeitenden Informationen nehmen exponentiell zu. Der wissenschaftliche und technische Fortschritt führt permanent zu neuen, unsere Lebensweise und die Arbeitswelt revolutionierenden Erkenntnissen. Die Anforderungen am Arbeitsplatz erfordern somit die Fähigkeit, sich selbstständig und immer wieder neues Wissen anzueignen und in der beruflichen Tätigkeit umzusetzen. Tiefgreifende Veränderungen der Berufsbilder oder der Entfall traditioneller Berufe erfordern von den Berufstätigen Flexibilität, Lernfähigkeit und Selbständigkeit. Selbständiges Lernen und Arbeiten und Teamfähigkeit werden immer wieder als herausragende Schlüsselqualifikationen in der modernen Wirtschaftswelt hervorgehoben.

Die Grundlagen dafür müssen in der Schule gelegt werden. Dies erfordert eine entsprechende Gestaltung des Unterrichts mit anderen Methoden, wobei enge Führung und Dominanz der Lehrperson abnehmen, um der Eigenaktivität und selbstgesteuertem Lernen und Arbeiten der Schüler/innen mehr Raum zu geben. Dies erfordert ein Umdenken beim Lehrpersonal, aber auch eine entsprechende materielle und organisatorische Ausgestaltung der Schule (überschaubare Lerngruppen, ausreichende Größe und Zahl von Unterrichtsräumen sowie eine befriedigende Ausstattung mit Medien und Arbeitsmitteln für die Hand der Schüler/innen).

Nicht zuletzt erfordert eine Verwirklichung des Leitziels die Übernahme von mehr Eigenverantwortung auf Seiten der Schüler/innen (siehe 2.1 !).

 

Sorgfalt

Nach wie vor ist erfolgreiches Lernen und Arbeiten ohne diese Fähigkeit nicht denkbar. Besonders zunehmende Reizüberflutung, ständige Neuerungen und kurzlebige Konsumgewohnheiten fördern jedoch eher Oberflächlichkeit und Flüchtigkeit nicht nur bei Kindern und Jugendlichen. Die Folge davon ist, dass die Qualität des Erlernens und Anwendens von Kulturtechniken und Sachwissen, die Fähigkeit zu logischem und reflektierendem Denken und die Fähigkeit zu längerem konzentrierten Arbeiten nachlässt. Wir betrachten es als eine vordringliche Aufgabe der Schule, diesem Qualitätsverlust in allen Fächern durch beharrliches Anhalten zum sorgfältigen Arbeiten nach dem Prinzip "Qualität vor Quantität" zu begegnen.